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Tourenberichte

Die 24 Stunden von Split zurück

Von der Terrasse meines Hotelzimmers blicke ich auf die Stadt Split und die Yachten im kleinen Hafen vor dem Le Meridien. Die Sonne erklimmt die Berge und die Silhouette einer vorgelagerten Insel taucht aus dem morgendlichen Dunst der Adria auf. Es wird wieder einer dieser milden Tage – mit warmem Licht und angenehmen Temperaturen, wie sie in der Nebensaison hier so typisch sind. Ideal für eine Cabrio-Tour mit dem neuen Opel Cascada BiTurbo, entlang der Küste Dalmatiens.

9:00Uhr: Foto-Shooting. Auf der Mole wartet schon Fotograf Harald Dawo. Ich bringe den olivfarbenen Cascada schwungvoll in Position. Im morgendlichen Licht glänzt er fast golden und bietet einen markanten Kontrast zum Blau der Adria. Starfotograf Christoph Sage gesellt sich dazu. Er nimmt nicht nur die Promis ins Visier, sondern ist selbst auch ein ansprechendes Fotoobjekt und wird daher „die schwäbische Antwort auf Burt Reynolds“ genannt. Seinen seidenen Schal hat er stilecht um den Hals geschlagen. Wir posieren und er zeigt mir Dinge an Land, die es gar nicht gibt, der Schelm! Wir haben viel Spaß beim Shooting. Dann kommt mein Interviewpartner: Malcolm Ward, Chef-Designer Exterieur bei Opel und Vauxhall. Der Mann, der für das Äußere des Objekts meiner Begierde verantwortlich zeichnet und mich an diesem Tag begleiten wird. Er zeigt mir die besondere Linienführung des Opel Cascada. Wunderschön! Und erst recht an diesem Ort, in diesem Licht. Elegant steht er da und will uns mit auf Reisen nehmen. Wenig später starte ich den BiTurbo und wir fahren gen Norden.

Die historische Altstadt von Trogir ist UNESCO-Weltkulturerbe

Kurz vor dem Abzweig zum Flughafen liegt Kaštela, eine Ansammlung von sieben kleineren Ortschaften, auf halbem Wege zwischen Trogir und Split. Im 15. und 16. Jh. wurden an dem 16 Kilometer langen Küstenstreifen 13 Kastelle gebaut, die der Abwehr von Angriffen der Türken dienten. Der Küstenabschnitt ist durch das Kozjak-Gebirge klimatisch geschützt. Im Hinterland der Siedlungen gibt es viele Felder, auf denen Obst, Oliven, Wein und Gemüse angebaut werden. Wir folgen der Straße weiter nach Trogir, eine von griechischen Siedlern im 3. Jh. v. Chr. gegründete Siedlung. Trogir stellt nicht nur an der Adria den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex dar, sondern in ganz Osteuropa. Die historische Altstadt ist durch eine Steinbrücke mit dem Festland verbunden und seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe, denn der Ort gilt als herausragendes Beispiel für städtebauliche Kontinuität. Wir schlendern durch die Gassen und bestaunen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: die St. Laurentius-Kathedrale mit dem beeindruckenden Hauptportal und den Fürstenpalast aus dem 13. Jh. sowie Stadtmauer, Stadttor und Loggia aus dem 15. Jh. Wenn man durch die schmalen Gänge auf den Turm der Festung Kamerlengo steigt, genießt man von der Aussichtsplattform einen spektakulären Blick über Trogir und die Adria bis hinüber nach Split und zur Insel Drvenik. Auf der gut ausgebauten Küstenstraße Nr. 8 cruisen wir weiter nach Norden und nähern uns Primošten.

Städte mit Postkartenidyll sind in Kroatien keine Seltenheit

Das ehemalige Fischerdorf mit seiner pittoresken, auf einer Halbinsel gelegenen Altstadt präsentiert sich wie auf einem Postkartenidyll von seiner malerischsten Seite. Ursprünglich war der Ort durch eine Ziehbrücke mit dem Land verbunden und erhielt seinen Namen vom Verb „primostiti“, was so viel wie „überbrücken“ bedeutet. Die bewehrte Stadtmauer schützte die Einwohner vor dem Einfall der Türken im 16. Jh. Nach den Überfällen wurde die Brücke durch einen Deich ersetzt, wodurch Primošten zur Halbinsel mutierte. Am Stadttor befindet sich mit der Bäckerei und dem kleinen Supermarkt quasi das Handelszentrum des historischen Städtchens. Ein Bummel durch Primošten führt entlang der Uferpromenade und durch malerische Gassen an vielen hübschen Bürgerhäusern vorbei. Das Küstenstädtchen gibt sich mit seinen landestypischen Weinstuben äußerst stimmungsvoll und gesellig. Und übrigens: Auch Feinschmecker kommen in den hiesigen Lokalen auf ihre Kosten, da Primosten unter Kennern als kleines Schlemmerparadies gilt. Etwas, was Sie auf jeden Fall probieren sollten, ist die sogenannte „Peka“: Saftiges Huhn, Kalb- oder Lammfleisch, Oktopus oder fangfrischer Fisch wird zusammen mit Kartoffeln und Kräutern unter der gusseisernen, glockenförmigen Peka, die mit heißer Asche bedeckt ist, gegart. Zur Peka wird hausgemachtes Brot und knackiger Salat serviert. Guten Appetit!
Gerne würden wir unseren Weg fortsetzen – nach Šibenik, ebenfalls UNESCO -Welterbe, zu den 40 Kilometer entfernten Krka-Wasserfällen oder noch weiter nach Norden, um die in der Nebensaison wenig befahrene Küstenstraße so richtig zu genießen, denn zwischen Primošten und Zadar führt sie größtenteils direkt am Meer entlang, durch wenige kleine Ortschaften, und immer wieder mit unglaublichen Ausblicken auf die vorgelagerten Inselchen und die tiefblaue Adria. Aber wir sind spät dran und werden zum nächsten Foto-Shooting von Harald Dawo in Split erwartet.

Die Piraten von Omiš zählten zu den berüchtigsten im Mittelmeer

Der Cascada wird direkt vor der Flaniermeile in entsprechender Position geparkt. Je nach Lichteinfall lassen die stromlinienförmigen, teils undefinierbaren Konturen des Wagens ein Wechselspiel der Farben Oliv und Gold zu. Das Chamäleon mit dem schönen Design hat bereits mein Herz gewonnen. Sogleich werden wir von Passanten umringt. Es ist nicht viel los in der Nebensaison und das Shooting ist eine willkommene Abwechslung. Fragen über Fragen: Opel Cascada? Wieso seid ihr gerade hier in Split? Wo fahrt ihr hin? Geduldig antwortet Harald und macht nebenbei seine Arbeit – eben durch und durch ein Profi. Die zahlreichen Zuschauer irritieren mich ein wenig, denn ich bin es nicht gewohnt zu posen und fotografiert zu werden, aber ich fühle mich wohl vor seiner Kamera – also kein Problem! Den Hintergrund des Spektakels bildet eine ganz besondere Kulisse: Split ist die größte Stadt Südkroatiens und gilt daher im Volksmund als „Hauptstadt Dalmatiens“, ohne dass ihr dieser Status je offiziell zugesprochen wurde. Die Innenstadt wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Ursprünge sind übrigens auf den Palast des Diokletian zurückzuführen. Aber dazu mehr, wenn ich am Abend wieder zurück bin, denn zuvor erwarten uns noch einige andere Highlights an der dalmatinischen Küste sowie im Landesinneren.
Wie zum Beispiel Omiš, ein ehemaliges Piratennest. Das kleine Hafenstädtchen befindet sich rund 20 Kilometer südöstlich von Split, in Richtung Makarska Riviera, an der Mündung des Flusses Cetina. Es beeindruckt durch seinen grandiosen Canyon und die bezaubernde Altstadt. Die Piraten von Omiš zählten zu den gefährlichsten im ganzen Mittelmeer. Festungen umgaben den Ort von drei Seiten und auf der vierten Seite verbarrikadierten die Berge den Zugang. Heute kann man wagemutige Freeclimber an eben diesen Felswänden mit über 40 Routen an sieben verschiedenen Spots beobachten. Mir schwindelt schon, wenn ich nur daran denke, dort oben am Fels zu kleben. Da lobe ich mir den Motorsport! Wir setzen unsere Reise nach Osten fort, biegen kurz vor Brela links in die Berge ab und nehmen uns viel Zeit, um das spektakuläre Panorama von den verschiedenen Aussichtspunkten zu genießen. Ab Zadvarje folgen wir dem Fluss Cetina durch eine der zauberhaftesten Landschaften Kroatiens. Teils still, teils wild fließt der Fluss durch zahlreiche Canyons und bietet Rafting-Fans ideale Bedingungen. In Kaštil Slanica, dem Fluchtort der Piraten, der später Marktplatz für den Salzhandel wurde, legen wir einen letzten Stopp ein. Das Örtchen hat – dank der Lage am Gebirgsfluss, als auch der Nähe zum Meer – kulinarisch so eini- ges zu bieten: Frosch, Schlange, Aal und Forelle, frisch gebackenes Brot, Käse und herzhaften Schinken, aber auch reichlich Meeresfrüchte. Eben alles, was der Pirat einst so zwischen die Finger bekam. Heute aber sind wir die Piraten! Aus den Bergen kommend cruisen wir mit wehenden Haaren der untergehenden Sonne entgegen. Sie taucht gerade ein in die nachtblaue Adria und wir genießen diesen Augenblick. Carpe diem! Es folgt eine romantische Nachtfahrt im Cabriolet. Das Himmelszelt öffnet sich und tausend Sterne leuchten uns den Weg zurück nach Split.

Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens, besticht durch Frische

20:00 Uhr, Split by night: Die zweitgrößte Stadt Kroatiens ist seit 1997 Weltkulturerbe und besticht durch ihre Mischung aus jugendlicher Frische, Mondänität entlang der palmenbestandenen Uferpromenade und vielen antiken Highlights. Beim Bummel durch die historische Altstadt, die in und auf dem antiken Palast des römischen Kaisers Diokletian erbaut wurde, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: In der gesamten Palastanlage gibt es zahlreiche pittoresk getürmte Wohnhäuser mit schiefen Dächern und Terrassen. Die Bewohner haben die römischen Arkaden und schönen Renaissance-Fassaden bei ihren Bauten mit einbezogen, was eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Wäscheleinen spannen sich von Fenster zu Fenster, Stimmen hallen durch die Gassen und junge Paare sitzen in schummriger Beleuchtung auf den Stufen des Palasthofes. Diokletian baute sich diesen 38.500 Quadratmeter großen Altersruhesitz am Ende seiner Regierungszeit. Sehr weise entschloss er sich rechtszeitig abzudanken und seine letzten schönen Jahre nahe seinem Heimatort Salona und vis-a-vis mit dem Meer zu verbringen. Er war übrigens der einzige römische Kaiser, der in Rente ging und der es ablehnte, das Amt trotz inständigen Bittens seitens des Senats wieder zu übernehmen. Und Recht hatte er! Auch wir sind uns einig, dass dieser so ereignisreiche, aber auch sehr anstrengende Tag jetzt unbedingt einen würdigen Abschluss finden muss und wenden uns der Spliter Gastro-Szene zu. Bei einem feinen Seafood-Dinner im Herzen der Stadt erzählt mir Malcom Ward, was ihn bewegt, wie sehr Automobilität und Formen bisher sein Leben geprägt haben und vom Opel Cascada, seinem jüngsten ex- zellenten Designstück ...

Text: Sandra Adam
Fotos: Harald Dawo, TZ SPLIT (2), Kroatische Zentrale für Tourismus/Juraj Kopac, /Damir Fabijanic

Direkt am Meer, längs der Hafenbucht an der Altstadt von Split, liegt die Riva, eine bekannte Flaniermeile.

  • Technische Daten
    Opel Cascada 2.0 BiTurbo CDTI
  • Vierzylinder-Twin-Turbo
  • Sechsgang-Schaltgetriebe
  • 1.956 ccm
  • 400 Nm
  • 230 km/h
  • 9,4 sec.
  • 5,2 l/100 km
  • 138 g/km

Unsere Redakteurin testet mit People-Fotograf Christof R. Sage den neuen Cascada.

Die kroatische Küche zeichnet sich durch eine Vielfältigkeit aus, inspiriert von den einstigen omanischen Besatzern sowie Österreich und Ungarn.

Einkehrtipps

  • Konoba Kremenko
    Das urige Lokal oberhalb des Centina-Tales wurde im Stil der Steinzeit erbaut. Es ist fast so, als wäre man zu Gast bei Familie Feuerstein. Alle Einrichtungsgegenstände wurden vom Inhaber eigenhändig gebaut und selbst das Auto von Fred Feuerstein steht hier. Man sitzt in höhlenartigen Nischen und genießt ein ausgezeichnetes Essen.
  • Noštromo
    Inhaber und Chefkoch Zlatko Marinovic wurde für seine kreativen Fisch- und Seafood-Gerichte mehrfach in Kroatien ausgezeichnet. Das Restaurant befindet sich gleich beim Fischmarkt mitten im Zentrum. Nebenbei dient es als Galerie für Bilder kroatischer Künstler.
  • Hotel Le Meridien *****
    Das Le Meridien Lav hebt sich von anderen Hotels der Region vor allem durch den 800 Meter langen Strandabschnitt, die hübsch angelegten Gärten und eine wunderbare Aussicht auf die Stadt Split und das Meer, auf den Yachthafen des Hotels mit zirka 60 Booten und die vorgelagerten Inseln ab.