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Tourenberichte

66 Teams — 40 Grad zurück

24. Alexander von Falkenhausen Rallye, 3. Hilde Proebst Erinnerungs-Rallye -
Die gotische Altstadt von Niederbayerns Regierungssitz mit ihren belebten Gässchen und alten Bürgerhäusern zieht von Jahr zu Jahr mehr Besucher an. Kurz nach dem größten mittelalterlichen Spektakel der Welt, der Landshuter Hochzeit, fand eine Traditionsrallye mit 66 Old- und Youngtimern statt.

Eine großartige Veranstaltung war die 24. Alexander von Falkenhausen Rallye am 27. und 28. Juli 2013! Welcher Klassik-Fan lÄsst sich nicht zu
gerne mit seinem „geliebten SchÄtzchen“ auf Niederbayerns Straßen sehen? Wenn dazu die Sonne vom stahlblauen Himmel lacht, sind gute Laune und Erfolg vorprogrammiert. Die von der Scuderia Isar e.V. und dem Adlkofer Automobil- und Motorradmuseum veranstaltete Oldtimer- und Sportwagenrallye bot den Teilnehmern genau dies: automobile Leidenschaft – gepaart mit Kulinarik und Ausblicken in die bäuerlich geprägten Landschaften Niederbayerns; und das alles bei herrlichem Wetter mit Temperaturen bis zu 40 Grad.

Mit automobiler Leidenschaft durch niederbayerische Landschaften

Startpunkt des großartig organisierten Events war das Adlkofer Museum von Walter Proebst, Ziel im Messepark Landshut. Auf die 66 Teams warteten die sportlichen Herausforderungen von vier Zeit- bzw. Wertungsprüfungen auf knapp 200 Kilometern. Und diese waren nicht ohne. Das umfangreiche und informative Roadbook war dabei für alle Mitfahrer eine hilfreiche Unterstützung. Stand der Samstag noch ganz im Zeichen der technischen Abnahme und spannender Benzingespräche im Schloss Schönbrunn, ging es am Sonntagmorgen auf die Strecke. Die Teilnehmer waren anfänglich leichtfertig der Überzeugung, alle Wertungsprüfungen mit hoher Disziplin und ohne Hilfsmittel absolvieren zu können. Doch so mancher wurde mit der harten Realität des Motorsports konfrontiert. Totalausfälle waren indessen eher eine Seltenheit.

Im Schloss Schönbrunn wurden bayerische Spezialitäten serviert

Das Ziel im Messepark Landshut erreichten immerhin 58 Teams. Am Sonntagmorgen traf man sich in Adlkofner Museum südöstlich von Landshut, um die dort zu Hauf versammelten automobilen Pretiosen zu besichtigen. Ab neun Uhr stand als erstes der Bergsprint an. Auf der 350 Meter langen Strecke musste eine selbst vorgegebene Zeit möglichst genau gefahren werden. Anschließend cruisten (mehr oder weniger...) die Teilnehmer ins Zentrum von Landshut. Hier reihten sich die Fahrzeuge zum Concours d’Elégance auf und wurden von den zahlreichen Zuschauern bestaunt und gefeiert. Ein Sektempfang durch das Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Hans Rampf, und Stadträtin Gabriele Sultanow wertete die Veranstaltung nochmals auf. Vor dem Rathaus erfolgte der Start zur ersten Etappe in den südlichen Landkreis. Die größte Belastung für Fahrer und Automobil war eine Gluthitze, die an diesem Tage bereits mittags einsetzte. Nur wenige der alten Fahrzeuge waren mit Servounterstützung für Lenkung und Bremsen ausgestattet. Der Lunch im „Marstall“ von Schloss Neufrauenhofen entschädigte jedoch vorerst für die empfundenen „Strapazen“, denn in Anwesenheit des Schlossherrn und der Edeldamen wurden allerlei Schmankerl und Erfrischungen geboten. Danach ging es auf der zweiten Etappe über Velden, Egglkofen und Gerzen zurück in die niederbayerische Hauptstadt. Auf dem Parkplatz des Messegeländes fand die letzte Wertungsprüfung statt: der beliebte Slalom.
Und die Gewinner sind: In der Klasse A siegte Leo DaCabrio alias Hartmut Adam mit Co-Piloten Fritz Grüner in seinem Austin Healey. Klasse B: Erwin Kasper auf NSU RO 80, Klasse C: Josef Zierhut im Porsche 911. Klasse D: Markus Kirchner mit BMW 635 CSi. Mein Favorit bei der Wahl des schönsten Mobils war eindeutig die schöne AC Cobra MK IV von Andrea und Michael Kain aus Kumhausen. Beim Abendessen im schattigen, von uralten Kastanien bestandenen Biergarten von Schloss Schönbrunn war der Wettergott gerade noch gnädig. Später brauste ein gewaltiges Wärmegewitter über Landshut hinweg und die Teilnehmer verließen fluchtartig den Biergarten. Trotz des extremen Wetters und dem jähen Ende haben viele der Teams ihre Teilnahme für das nächste Jahr bereits angekündigt.

Text & Fotos: Marc C. Adam

Hans Rampf, Landshuts Oberbürgermeister, im BMW Baur Cabriolet.

Schwaben-Chicas unter sich: Suna Keser aus Stuttgart und der Mercedes 190 SL Roadster.