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Tourenberichte

Adam im Paradies zurück

Schöne Kurven, majestätische Bergkulissen, charmante Täler und kristallklare Bergseen. Burgen, Schlösser, abwechselnd Obstwiesen und Reblandschaften. Kunst, Kultur und altes Südtiroler Brauchtum − das alles charakterisiert ein Land, das es nur einmal gibt: das Paradies auf Erden.

Eine der schönsten Berglandschaften der Welt

Über die Vielzahl an möglichen Ausflügen habe ich mich im Tourismusbüro Algund kompetent beraten lassen. Klappe also das Verdeck runter und los geht’s! Über Meran gelange ich in das zehn Kilometer entfernte und auf einem Hochplateau gelegene Örtchen Hafling, welches durch die blondmähnigen und sanftmütigen Haflinger Pferde bekannt wurde.
Weiter in Richtung des Dörfchens Vöran erwartet mich auf dem porphyrroten Rotsteinkogel des Tschögglbergs in einer Höhe von 1.465 Metern das soge- nannte „Knottnkino“. Die 30 Sitzplätze wurden im Jahre 2000 vom Bozner Künstler Franz Messner aus Stahl und Kastanienholz auf einem kleinen Felsvorsprung erbaut. Im Programm ist der längste Film, den ein Kino zeigen kann: Regisseur und Hauptdarsteller ist die Natur − ein einzigartiger Ort zum Inne- halten und Genießen.

Nach dem Naturbummel ist in Bozen Stadtbummeln angesagt

Der atemberaubende Ausblick auf das Etschtal, den Penegal und das Weißhorn, das Ultental, die Texelgruppe, das Meraner Becken und das Passeiertal ist Lohn für meine 30-minütige Wanderung. Diese führt vom großen Parkplatz hinter dem Gasthof „Grüner Baum“ über den „Schützenbrünnlweg” zur Aussichtsplattform und zurück. Dann fahre ich weiter nach Mölten, einem kleinen Dörfchen inmitten von Wiesen und Wäldern. Auch hier lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp. Auf dem Waldweg Nr. 1 nehme ich abermals die Beine in die Hand und gelange ohne allzu steile Passagen nach Lafenn. Es erwartet mich das sagenhafte Panorama des Rosengartens, eine der bekanntesten Dolomiten-Formationen. Im Gasthof Lafenn (Gott sei’s gelobt!) gibt es endlich eine ordentliche Südtiroler Brettljause, bevor es im Cabriolet weiter in Richtung Süden nach Jenesien geht, wo mir die Stadt Bozen zu Füßen liegt.

Hier ist jetzt Bummeln angesagt: ein Cappuccino auf dem Walther Platz, ein paar kleine Einkäufe unter den gotischen Arkaden der schönen Altstadt oder ein Spaziergang über den farbenprächtigen Obstmarkt; und natürlich der Besuch des ältesten Südtirolers im Archäologiemuseum. Die alte Gletschermumie Ötzi muss ich unbedingt gesehen haben! Zurück nach Algund fahre ich über die Dörfer Vilpian und Gargazon und genieße bei einem leckeren „Gelato“ die letzten Strahlen der Abendsonne.

www.algund.com

Fotos: iStockphoto (gioadventures, piola666), Tourismusverein Algund

Wahrzeichen von Hafling: Das romanische Kirchlein von St. Kathrein erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe.

Naturschauspiel: Im Knottnkino liegt Besuchern das Etschtal zu Füßen.

Hafling als Namensgeber: Die Haflinger, eine robuste Ponyrasse, stammen ursprünglich aus Südtirol.