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Tourenberichte

Spaniens Goldküste lockt zurück

Kleine Küstenorte wie Cambrils, Cunit oder Creixell locken mit dem goldenem Sand der Costa Dorada. Abstecher ins Hinterland auf winzigen aber gut asphaltierten Straßen wecken im Cabrio-Fahrer die Sehnsucht nach dem Unbekannten.

Die Costa Dorada, südwestlich von Barcelona an der spanischen Ostkuüste, hat diesen Namen sicherlich aufgrund ihrer schönen goldfarbenen Sandstrände erhalten. Sie beginnt in der sympathischen Kleinstadt Sitges, die genau genommen noch zur angrenzenden eher unbekannten Costa del Garraf gehört. Dieser wahrscheinlich beliebteste Ferienort der Region bezaubert durch eine nette Altstadt. Ende des 19. Jahrhunderts fungierte der Ort als Künstlertreff, was heute noch zu spüren ist.

Weiter südlich, etwas außerhalb der kleinen Gemeinde Calafell lohnt sich ein Besuch in der Ciutadella Ibérica, der Rekonstruktion eines über 2.000 Jahre alten iberischen Dorfes. Ein Abstecher ins Hinterland in östlicher Richtung nach Vilafranca del Penedès, der selbsternannten Hauptstadt des Weines, oder nach Sant Sadurní d’Anoia, berühmt für seinen katalanischen Schaumwein – den Cava, ist ein Muss für Weinkenner und bietet auch gleich die Möglichkeit, in einer der urigen alten Bodegas ein gutes Fläschchen für den Abend einzukaufen. In westlicher Richtung liegt das Zisterzienser-Kloster Monestir de Poblet bei Montblanc. 1991 wurde es als Kulturdenkmal in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. In Roda de Barà gibt es einen 2.000 Jahre alten römischen Triumphbogen zu bestaunen. Aber weitaus mehr Zeugnisse der iberischen Geschichte warten in der berühmten Provinzhauptstadt Tarragona auf die Besucher. Im 3. Jh. v. Chr. durch die Römer erobert, wurde die Stadt, damals noch Tarraco, zu einem ihrer wichtigsten Stuützpunkte. Zahlreiche bauliche Überreste erinnern an diese Zeit und lassen das Herz jedes Geschichtslehrers höher schlagen. Seit 2000 ist auch das „Archäologische Ensemble von Tarraco“ Teil des UNESCO-Welterbes. Wer genug von alten Steinen hat und Unterhaltung sucht, fährt 15 Kilometer weiter nach Salou. Der kilometerlange Sandstrand lädt zum Sonnenbaden ein. Zahlreiche sportliche Aktivitäten sorgen für riesigen Spaß rund um das kuühle Nass.

Das weite Ebro-Delta, das in Form eines Dreiecks ins Mittelmeer ragt, ist eine außergewöhnliche Naturlandschaft. In seiner Mitte fließt der Fluss Ebro, dessen Wasser das größte Reisanbaugebiet Spaniens speist. An verschiedenen Plätzen werden Bootsausflüge ins Delta angeboten. Übrigens, im Ort Deltebre kann man sich im Ecomuseum über das Delta und den Reisanbau informieren. Nur ein paar Kilometer von der Kuüste entfernt, liegt die alte Bischofsstadt Tortosa. Hier bietet sich in der ehemaligen maurischen Festung Castell de la Suda eine Übernachtung für den Cabrio-Fahrer an.

Foto: Dreamstime/ Pavlinec