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Tourenberichte

Italiens schönste Kurven zurück

Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt und vom Himmel die bleiche Sichel des Mondes blinkt… Die Amalfiküste (ital. Costiera Amalfitana) ist eine der schönsten Küsten der Welt.

Eine 50 Kilometer lange, spektakuläre Straße mit den „schönsten Kurven Italiens“ führt von Sorrent durch märchenhaft lichtdurchflutete Landschaften bis nach Salerno, entlang an tiefblauen Buchten und steilen Fels­klippen. Der Anblick der bunt gestrichenen Häusern zwischen Zitronen­, Orangen­ und Olivenbäumen ist faszinierend. Im Cabrio begleitet Sie der verführerische Duft von Blüten, in der goldenen Abendsonne klingt der Tag bei Spaghetti alle von­gole und Wein in einem der romantischen Häfen aus.

Italien beginnt in Neapel. Laut und lebendig geht es hier zu, die Camorra gibt den Ton an und nebenan droht der Vesuv, der 79 n. Chr. die Städte Stabiae, Pompeji und Herculaneum zerstörte. Von San Vito und Boscotrecase führen zwei echte Panoramastrecken fast bis zum Gipfel hinauf.

Sorrent mit seinen alten Luxushotels und den herrlichen Terrassen ist Ausgangspunkt der Überfahrt nach Capri. Der Kontrast von steil abfallenden Felsen und türkisfarbenem Meer, die Blaue Grotte, deren Zugang ein nur vier Meter hohes Felsloch ist, die Sommerresidenz des Kaisers Tiberius oder die Villa San Michele – Capri zieht mit zahlreichen Attraktionen die Ausflügler an. Steil steigt die Straße an, halsbrecherische Kurven führen nach Positano. Der besonders reizvolle Fischerort wurde an einem steilen Abhang erbaut. Ein Netz uralter, doch gut erhaltener Treppen und Maultierwege stellt auch heute noch die kürzeste Verbindung zwischen den Dör­fern dar und bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Steilküste.

Über Praiano und Conca dei Marini geht es nach Amalfi. Von den Römern gegründet, später von den Byzantinern und Langobarden erobert, erlebte die älteste Seerepublik Italiens ihre Glanzzeit im 10. und 11. Jahrhundert.

Ravello ist etwa 300 Meter über dem Meer auf natürli chen Terrassen gelegen. Die auf einem Felsvorsprung gebaute Villa Rufolo mit ihren Gärten inspirierte schon Richard Wagner und ist heute ein Anziehungspunkt für Tausende Besucher. Sehenswert sind auch die alten Papierfabriken im Valle dei Mulini, die zum Teil noch heute in Betrieb sind und sich für eine kleine Wanderung anbieten. Über Minori, wo ein Besuch der Villa Romana lohnt, und das größere Maiori mit seiner von Palmen gesäumten Uferpromenade kommen wir nach Vietri, einen für seine schönen Keramiken bekannten Badeort zu Füßen des Monte Liberatore. Hier, unweit Salernos, biegt das Cabrio in die letzte Kurve ein und der Blick geht nochmals sehnsüchtig zurück.