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Genuss

Wo die Römer ein Bad nahmen... zurück

Wein und Therme - schon die Römer genossen beides in vollen Zügen. Wer es ihnen gleich tun will, ist im Schweitzer Kanton Wallis an der richtigen Adresse: Mit einem Besuch des Thermalorts Leukerbad und des nahen Weindorfs Varen lässt sich beides ganz entspannt verbinden.

Der Schweizer Kanton Wallis mit seinen verschiedenen Vegetationszonen, von mediterran bis hochalpin, war schon zu Zeiten des Römischen Reicjhs eine reich gesegnete Gegend. Die Rôhne-Ebene mit ihren fruchtbaren Böden schenkte den Bewohnern Früchte, Gemüse und Wein, während im Hochgebirge das Vieh weiden konnte. Das füllte die Speicher und half den Wallisern über den harten Winter. Aus diesem biologischen Kreislauf entstanden typische Spezialitäten, die noch heute in der Tradition verankert sind: Raclette, das herzhafte Roggenbrot, Bohnensuppe und natürlich der edle Walliser Wein. Die Bewohner kultivieren diesen seit Urzeiten. Den Römern sei Dank, dass die Rebe in die Schweiz gekommen ist.
In der Gemeinde Varen, der „Weininsel im Wallis“ ist der Weinbau tonangebend. Das idyllisch auf einer Sonnenterrasse – hier gibt’s 300 Sonnentage im Jahr – gelegene Dorf ist der zweitgrößte Weinproduzent im Oberwallis mit einem großen Sortiment feinster Qualitätsweine. Bei den zahlreich angebotenen Weinproben kann man viel über den Rebensaft erfahren. Zum Beispiel wie der naturnah angebaute Pfyfoltru-Wein zu seinem ausgewogenen Bouquet gelangt, und dabei vom typischen Walliser Teller naschen.

300 Sonnentage – das Wallis ist für den Weinanbau prädestiniert

Ein echtes Muss für Gourmets sind die Varner Weinwochen. Sie sind zwar nicht die Walliser Antwort auf die römischen Bacchanalien, doch wer gerne dem Weingott huldigt und wie die Römer Thermen liebt, kann hier richtig genießen: Vom 31. August bis 26. September 2015 dreht sich in Varen und dem nahen Thermalbade-Ort Leukerbad alles rund um den „Pfyfoltru“- Wein. Pfyfoltru ist keine neue Rebsorte, sondern das Symbol der örtlichen Winzer.
Angelehnt an das Walliser Wort für „Schmetterling“ drücken die Winzer damit ihre Naturverbundenheit aus. Unter dem Motto „Mit Walliser Winzern wandern und mehr über die edlen Tropfen erfahren“ organisieren die Varner Weinbauern vier Wochen lang jeden Freitag Rebwanderungen und Fachgespräche unter Experten. Krönender Abschluss ist das Weinfest am 25. und 26. September 2015 – ein durchaus feuchtfröhliches Treffen von Einheimischen und externen Weinliebhabern. Und wie die alten Römer können Urlauber auch das wohltuende Thermalwasser in Leukerbad, dem größten Thermalbade-, Wellness- und Ferienort der Alpen, genießen. Mit täglichen 3,9 Millionen Liter Thermalwasser, das bis zu 51 Grad heiß aus den 65 Quellen sprudelt, verfügt der auf 1.411 Metern gelegene Ort über das größte Thermalwasser-Vorkommen Europas. In den vier öffentlichen und zahlreichen privaten Thermalbädern – man sagt, es sind die schönsten Thermen der Schweiz – kommen die Badespaßler voll auf ihre Kosten.
Bereits in uralten Zeiten brachen viele in Richtung Leukerbad auf. So war der Ort schon seit der Antike besiedelt. Und wenn auch die erste urkundliche Erwähnung aus dem Mittelalter datiert, so zeugen Ar- tefakte im Dalatal bereits vom Badetou- rismus der alten Römer. Heute ergänzen noch ganz andere Highlights das Badeangebot: Im Aqua Mystica der Leukerbad Therme steigen leichte Dampfschwaden aus warmen Quellen empor, geheimnisvolle Lichteffekte erhellen die nächtliche Finsternis, urbane musikalische Klänge verbinden sich mit plätscherndem Wasser und Happen und Trunk aus dem Feuertopf beleben die Sinne der Badegäste. Das Ereignis wiederholt sich alle 30 Tage um Neumond, stets am sechsten Wochentag zwischen dem abendlich achten und elften Glockenschlag. Oder man lässt sich beim Champangner-Frühstück der Leukerbad Therme beim Baden bedienen und genießt die wohlige Wärme des Thermalbads. Und während der Römisch-Irischen Nacht können sich die Besucher auf eine Zeitreise in die Blütezeit der Antike begeben, wenn die Walliser Alpentherme & Spa Leukerbad zur Kulisse eines lukullischen Baderituals wird.
Wer nicht nur Plantschen will, sondern dazu Wissenswertes über Thermalwasser erfahren möchte, besucht den Thermalquellen-Weg, der in etwa zwei Stunden auf einem leichten Wanderweg durch Leukerbad führt. Neun Tafeln berichten dabei ausführlich über das Leukerbadner „Gold“. Zudem führt der fast 600 Meter lange Thermalquellen-Steg direkt in die imposante Dalaschlucht. Über eine 21 Meter lange Hängebrücke erreicht der Wanderer den 35 Meter hohen Wasserfall.

www.leukerbad.ch
www.myswitzerland.com

Fotos: Leukerbad Tourismus, Valais/Wallis Promotion/Christian Perret (Teller)

Tierisches Schauspiel: Am 13. September 2015 wird man 800 Schafe bei ihrem Abstieg nach Leukerbad beobachten können.

Das Dorf Varen liegt im Herzen des Naturparks Pfyn-Finges, der bei Geologen, Ornithologen und vor allem Önologen bekannt ist.

Der Walliser Teller besteht aus reinen Walliser Produkten: Roggenbrot, Trockenfleisch, Speck, Rohschinken, Wurst und Käse.

Der Thermalquellen-Steg in Leukerbad führt in die imposante Dalaschlucht. Hier entspringen im Bachbett und aus Felsritzen die Thermalquellen.

Wallis entdecken im Morgan Roadster

  • Die im Thermalbade-Ort Leukerbad gelegenen Hotels Quellenhof und Waldhaus bieten den Frischluft-Fans ein Cabrio-Arrangement mit dem Morgan Roadster:
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Kuriositäten und Superlative

  • Auf der Suche nach dem Außergewöhnlichem wird man in der Gegend rund um Leukerbad fündig:
  • * längster Klettersteig der Schweiz
  • * historischster Klettersteig (traditionelle Albinenleitern)
  • * Betonrohre, in denen man schlafen kann
  • * höchstgelegener Disc-Golf-Parcours der Alpen
  • * Gemmiwand mit dem historischem Passübergang
  • * Hunderte von Schafen beim Schäferfest bzw. Almabzug
  • * Kühe, die im Schnee miteinander kämpfen

Mark Twain über die Thermalbäder in Leukerbad, als er auf seiner Europareise (1878 bis 1879) dort zu Gast war.

  • „Diese Bäder beseitigen Fett und auch Hautkrankheiten. Die Patienten bringen mehrere Stunden hintereinander in den großen Becken zu. Ein Dutzend Herren und Damen nehmen gemeinsam ein Becken ein und unterhalten sich mit Umhertoben und verschiedenen Spielen. Sie haben schwimmende Pulte und Tische, und in dem brusttiefen Wasser lesen sie, nehmen einen Imbiss ein oder spielen Schach.“