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Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé Waterspeed Collection zurück

Um den Speed-Junkie Sir Malcolm Campbell zu huldigen, legt Rolls-Royce eine Sonderserie des Phantom Drophead Coupé auf – die „Waterspeed Collection“. Da ist sogar der Motor lackiert.

Es ist schon ein bisschen her, und ein echtes Jubiläum ist es auch nicht, aber man kann es ja trotzdem feiern, ganz besonders dann, wenn gerade Pebble Beach ist und man irgendwas zeigen muss, wenn man Rolls-Royce heißt: 1937 schaffte der Speed-Junkie Sir Malcolm Campbell, vor allem bekannt durch seine Rekordfahrten in diversen umgebauten Autos, ein neues Spitzentempo auf dem Wasser. Am 1. September 1937 raste er mit 126,33 Meilen pro Stunde in seinem Boot „Bluebird K3“ auf dem Lago Maggiore – als Antrieb fungierte ein Rolls-Royce-R-V12 mit 2.800 PS Leistung. Am Tage darauf schaffte er sogar 129,5 Meilen pro Stunde (228 km/h) – und damit übertraf er einen fünf Jahre alten Rekord aus den USA.

Zum ersten Mal in der Rolls-Royce-Historie ist der Motor lackiert

Der Name „Bluebird“ stammt übrigens vom „Hüttensänger“, einer blauen Sperlingsart. Grund genug für Rolls-Royce, nun 35 spezielle Phantom Drophead Coupés aufzulegen. Dazu Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös: „Campbells Erfolge waren das Resultat von dem hohen Standard britischen Designs und ebenso hoher Ingenieurskunst. Diese Attribute gelten genauso für Rolls-Royce. Diese spezielle Sonderserie zeigt die Möglichkeiten der Individualisierung bei Rolls-Royce auf.“
Zunächst fällt die Lackierung „Maggiore Blue“ ins Auge. Sie soll wie fließendes Wasser wirken und kommt sowohl außen als auch innen in neun Lackschichten zum Einsatz. Erstmals in der RR-Historie ist auch der Motor lackiert – natürlich in Maggiore-Blau. Extra für die Sonderserie wurden Elf-Speichen-Räder entwickelt. Eine per Hand gezogene feine Linie komplettiert das Exterieur-Design. Sie ist an das Bluebird-Motiv angelehnt. Dafür benötigt ein Mann alleine vier Stunden. Statt Teakholz bildet nun gebürsteter Stahl den Abschluss der Passagierkabine, der 70 Stunden pro Teil bearbeitet wurde, um dann zehn Stunden lang gebürstet zu werden. Das Armaturenbrett zitiert das Exterieur-Design, innen dominiert Leder in „Windchill Grey“. Auch das Bluebird-Motiv taucht immer wieder auf. Erstmals ist das Lenkrad zweifarbig, und zwar gehalten in Maggiore Blue und schwarzem Leder. Wem das alles noch nicht reicht: Die Daten von Campbells Weltrekorden stehen im Handschuhfach.
„Dieses ganz spezielle Auto ist eine perfekte Hommage an die Leistungen meines Großvaters“, sagt Donald Wales, der Enkel von Campbell. Die Technik entspricht allerdings dem normalen Phantom Drophead Coupé. Und dafür ist ein Mehrpreis von rund 75.000 Euro im Vergleich zum „normalen“ Drophead Coupé schon kein Pappenstiel mehr.

Fotos: BMW Group

Namensgeber: das Powerboot Bluebird K3 mit 2.800 PS starkem RR-V12.

  • Technische Daten
    Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé Waterspeed Collection
  • V12
  • 6.749 ccm
  • 460 PS (338 kW) bei 5.350 U/min
  • 720 Nm 3.500 U/min
  • Achtgang-Automatik
  • 2.705 kg
  • 5.612/1.987/1.566 mm
  • 0-100 km/h in 5,8 sec
  • 240 km/h
  • 14,8 l/100 km
  • 347 g/km
  • 533.000 Euro