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Modelle / Top-Hersteller

Der Hybridmotor: eine Lach- und Sachgeschichte zurück

Die Japaner wurden ausgelacht, als sie vor gut einem Jahrzehnt das erste Hybrid-Fahrzeug auf den Markt brachten. Heute versuchen die deutschen Autobauer, ihren Entwicklungsrückstand aufzuholen – und die Japaner lachen. Doch wer lacht zuletzt?

Es geht darum, sich als Umweltheld zu profilieren. Das ist keine Imagefrage, das ist eine Überlebensfrage. Deutsche Autobauer begreifen das. Langsam zwar, aber dafür sicher. In Zeiten des Klimawandels, in denen selbst Hollywoodstars wie Brad Pitt auf umweltschonende Fahrzeuge umsteigen, gehört es zum guten Ton, möglichst wenig Schadstoffe in die Umwelt zu blasen.

Der Hybridmotor ist der Saubermann unter den Motoren. Er reduziert den klimaschädlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeuge. Um dies zu leisten, verbindet er die Kräfte eines Benzin- und eines Elektromotors. In Zukunft werden Elektromotoren dem erfolgreichen Team den Status als Umweltheld streitig machen; doch noch punktet der Hybridmotor am Markt – mit steigender Tendenz.

Davon profitiert besonders Toyota. Die Japaner brachten vor mehr als einem Jahrzehnt das erste Hybridauto auf den Markt – und wurden ausgelacht. Nicht nur, weil das Design des Prius an einen biederen Opel Kadett erinnerte. Die Konkurrenz lästerte über Gewicht und Preis des Zukunftsmodells und stellte gleichzeitig die ökologische und ökonomische Sinnfrage. Die Konsequenz: Deutsche Autobauer konzentrierten sich auf Dieselmotoren und versäumten es, sich in eine günstige Wettbewerbsposition zu bringen. Dagegen hat sich die Toyota-Tochter Lexus mit ihren Hybridmodellen etabliert. Die Bandbreite umfasst inzwischen drei Modelle, den Premium-SUV RX 450h, die sportlich-elegante Limousine GS 450h und die Hybrid-Limousine LS 600h. Letztere sieht Lexus als technologische Vorreiterin, als "weltweit stärkstes Automobil mit Hybridtechnologie". Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten arbeitet es allein im Elektrobetrieb. Dadurch rechtfertigt es die Bezeichnung "Vollhybrid", denn als solches wird ein Fahrzeug bezeichnet, das zumindest zeitweise mit jeder der beiden Antriebsarten fahren kann. Leider profitiert das neue Lexus-Cabriolet IS 250 noch nicht von den Innovationen. Das 2,5-Liter-V6-Triebwerk leistet 208 PS. Dafür sieht das Cabriolet gut aus, was im Augenblick noch reichen mag.

Während Toyota Richtung Sonne fährt, versuchen die Deutschen ihren Entwicklungsrückstand aufzuholen und bringen die ersten ernstzunehmenden Hybridmodelle auf den Markt. Mercedes gelingt mit dem S400 BlueHybrid in der Premium-Klasse ein neuer Rekord: Der Benzinverbrauch liegt bei 7,9 Liter pro 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß bei 190 Gramm pro Kilometer. Diese Werte machen den S400 BlueHybrid laut Hersteller zur weltweit sparsamsten Luxuslimousine, egal, ob die Konkurrenten mit einem Benzin-, Diesel- oder Hybridantrieb "Gas" geben. Gleichzeitig ist die Limousine eine Leistungsträgerin: Im Elektrobetrieb holt sie ihre Kraft aus besonders starken Lithium-Ionen-Batterien. Ein Sechszylinder-Benziner mit 279 PS treibt den Wagen an, der Elektromotor hilft mit 20 PS weiter. In 7,3 Sekunden beschleunigt der S400 BlueHybrid auf Tempo 100.

Auch BMW will einen guten Schnitt machen und Ende des Jahres den 7er mit Hybridmotor auf den Markt bringen. Bis die Münchner so weit sind, hat Toyota längst den überarbeiteten Prius vorgefahren. Der neue Typ ist ein Vollhybrid und bewegt sich zumindest streckenweise lautlos und abgasfrei.

Mit diesem großen Fortschritt begegnen die Japaner den Vorwürfen, Hybrid-Fahrzeuge seien zu schwer und obendrein zu teuer, denn die Preise sinken. Die modernen Autos könnten somit massentauglich werden und künftig auch den Cabrio-Markt prägen. Das macht Sinn, denn gerade Cabrio-Fahrer genießen ihre Umwelt und möchten sie schützen.

Henrik Fisker - Das gute Händchen für Hybrid-Cabriolets

  • Gut Ding will Weile haben – noch rund zwei Jahre. Dafür wird das Ding auch richtig gut. 2011 bringt der Autodesigner Henrik Fisker den exklusiven Karma S als Hybrid-Cabrio auf den Markt. "S" steht für "Sunset" (Sonnenuntergang). Der dänische Designer hat sich bereits mit dem BMW Z8, dem Aston Martin DB 9 und dem Aston Martin V8 Vantage-Cabriolet einen Namen gemacht. Seit 2005 verwirklicht er mit seiner eigenen Firma Fisker Coachbuild Autoträume in Kalifornien. Sein Ziel: Kompromisslos schöne und zeitlose Fahrzeuge, angetrieben von erstklassiger Technik. Sein Werbeslogan: Don’t demand exclusivity. Own it! – Frage nicht nach Exklusivität. Besitze sie!

    Wer hätte es nicht gerne, das Karma S-Cabriolet? Es kommt als Formvollendung auf den Asphalt, mit harmonischen Linien, feindefinierten Muskeln und einem Klappdach aus Metall. Seine vier Sitze werben für geteilte Fahrfreude. Umso mehr, als unter der perfekten Oberfläche zwei Elektromotoren arbeiten, die über 400 PS bringen. Die geballte Kraft erzeugen Lithium-Ionen-Akkus, die bei voller Ladung rund 80 Kilometer Fahrleistung versprechen, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h. Bei Stromausfall übernehmen Ecotech-Motoren die Rolle eines Notstromaggregats. Wird der Benziner zur Energieversorgung hinzugezogen, fährt der Karma rund 500 Kilometer ohne Tankstopp.

    Bestellungen für die ersten Serienmodelle nimmt Fisker gegen eine Anzahlung von 25.000 $ entgegen.
    www.fiskercb.com