Home Kontakt Impressum

Modelle / Top-Hersteller

Der kleine Unterschied zurück

Rechtzeitig zum 60. Geburtstag der SL-Baureihe präsentiert Mercedes seinen bärenstarken 500er Roadster.

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen: ein Scheibenwischersystem beispielsweise, bei dem das Wasser wie von Geisterhand und kaum sichtbar durch Minidüsen im Wischerblatt seinen Weg auf die Scheibe findet. Oder das Glasdach Magic Sky Control, das auf elektronischen Befehl hin seine Tönung ändert, oder die Start-Stopp-Automatik, die versenkbaren Überrollbügel, der Notbremsassistent und das System zur Müdigkeits- erkennung: Mit dem Luxus-Roadster SL 500 von Mercedes, der im Frühjahr, pünktlich zum 60. Geburtstag der SL-Reihe, bei den Händlern stehen wird, hat der schwäbische Automobil- hersteller ein gehöriges Interesse geweckt – beim Fachpublikum und bei den Freunden offener Fahrweise sowieso. Allerdings ist die elegante Erscheinung mit 117.096 Euro Grundpreis wahrlich kein Schnäppchen. Wie dem auch sei: Das Grundkonzept der schwäbischen Sportwagen-Schmiede zieht immer noch. Lange Motorhaube, nach hinten versetzte Fahrgastzelle. Das sind die Reminiszenzen an den Vorgänger, den R 230, den der SL 500 optisch und gewichtstechnisch weit hinter sich lässt. Dank der Alu-Karosserie hat er aus Diätsicht 140 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger abgespeckt. Aufgerüstet wurde allerdings unter der Motorhaube: So wird der 4,7-Liter Hubraum fassende Achtzylinder von einem 435 PS (320 kW) starken BiTurbo aufgeladen und bei einem maximalen Drehmoment von 700 Newtonmeter auf Touren gebracht. In 4,6 Sekunden beschleunigt der SL von null auf Tempo 100. Allerdings ist bei Tempo 250 Schluss. Dann wird elektronisch abgeregelt. Der Verbrauch soll nach Angaben von Mercedes bei neun Litern auf 100 Kilometer liegen. Das Basismodell (SL 350) ist mit einem 306 PS starken Sechszylinder ausgestattet.

Lange Motorhaube, versetzte Fahrgastzelle erinnern an den Vorgänger des SL, den R 230

Er ist dafür mit 93.534 Euro Einstiegspreis etwas günstiger. In punkto Kraft, Ausstattung und Eleganz muss der SL keinen Vergleich scheuen. Allerdings muss er sich im Gegensatz zu seinen direkten Konkurrenten sputen. Denn das vollautomatische Klappdach lässt sich nur im Stand öffnen – hier könnten sich die Mercedes- Techniker etwas einfallen lassen.

Text: Rudi Kanamüller
Fotos: Daimler AG

Elegant und edel: Das Interieur des Mercedes SL lässt kaum Wünsche offen.

Da ist Musik drin: Den SL-Sound liefert die vierflutige Performance-Anlage.

Hamäleon: Auf Befehl ändert sich die Tönung des Glasdachs beim SL.

Bärenstark: 435 PS leistet der Achtzylinder. Ein Signal an die Konkurrenz.